Montag, 16. Juni 2014

Was bisher geschah...

Tach zusammen,

viele mögen sich fragen, warum erst jetzt ein neuer Blogeintrag folgt. Es hat den eifachen Grund, dass seit dem letzen im April einfach nicht viel passiert ist. Ich werde dennoch eine kurze Zusammenfassung der letzten Monate liefern.

Anfang April bekam ich für ein paar Tage Besuch von meinem deutschen Freund Jona, der momentan ebenfalls „weltwärts-Freiwilliger“ in Dar Es Salaam, Tansania ist. Während unseres Zwischenseminars in Tansania hatte er mir schon gesagt, dass er auf jeden Fall noch nach Sambia kommen wolle, um die Viktoriafälle zu sehen und mich dann im Zuge dessen definitiv in Ndola besuchen möchte. So kam es dann letztendlich auch und wir hatten eine schöne Zeit zusammen.






Im April kam dann Johannes‘ Familie zu Besuch und ich durfte glücklicherweise an Teilen ihres Programms teilnehmen. So besuchten wir zum Beispiel über Gründonnerstag und Karfreitag eine Mission im Busch, weit entfernt von der nächsten größeren Stadt. Es waren zwei sehr interessante und tolle Tage und auf mal eine etwas andere Art Ostern zu feiern…





Hier haben wir Karfreitag zusammen gefeiert...


Während dieser Zeit hatte ich im Übrigen Urlaub, da Schulferien waren und ich nutze diese Gelegenheit meine zweite Gastfamilie die „Makasas“ zu besuchen. Aufgrund der Ferien war ich sehr froh all meine Geschwister zu Hause vorzufinden. Es war wieder eine wahnsinnig schöne Zeit und ich wurde mit offenen Armen herzlich empfangen, als wäre ich niemals fort gewesen.




Eier färben an Ostern










Im Mai bekam ich dann noch einmal Besuch eines deutschen Freiwilligen. Diesmal war es mein Freund Christian, der momentan als Freiwilliger in Uganda stationiert ist und den ich ebenfalls beim Seminar kennengelernt habe. Selbstverständlich hatten wir auch eine sehr schöne Zeit!




Sonntag, 6. April 2014

Erneuter Wohnortwechsel und neuer Arbeitsplatz

Kurz vor Ankunft meiner Familie stand nochmal ein Wohnortwechsel an. Die Zeit bei den Priestern in Francisdale ging zu Ende und es war erneut an der Zeit meine Sachen zu packen.


Undzwar ging es, wie im September von Fr. Chowa versprochen, wieder zurück in meiner erste Familie, in der Kabinga Road in Ndola. Wir alle waren sehr froh, dass es wieder an der Zeit für mich war in mein altes zu Hause zurückzukehren.

Im Großen und Ganzen war alles noch beim Alten, außer, dass meine Gastschwester Tamara, die in China studiert während ihrer Semesterferien zu Besuch in Sambia war. Es war sehr schön ein weiteres Familienmitgleid kennenzulernen und auch  zu erfahren, wie das Leben in China so ist.

Dies ist eine Vor- und Grundschule, die die Klassenstufen Baby Class, Middle Class, Reception Class, Grade 1 und Grade 2 führt. Hierbei sind die jüngsten Schüler 3 Jahre und die ältesten 7 Jahre alt. Insgesamt sind dort 220 Schüler, wobei die Klassenstärken sehr variieren. Geleitet wird die Schule von „Bethany Sisters“, bethanischen Ordensfrauen, die neben der Vor- und Grundschule auch noch ein Skills Training Centre anbieten. In diesem Centre kann man beispielsweise einen 1 - jährigen Kurs für „Catering and Hotel Management“ belegen. Dieser Kurs setzt einen Abschluss der weiterführenden Schule voraus und besteht  aus 6 Monaten Unterricht u.a. in Fächern wie Kochen, Haushaltslehre oder Kellnern. Anschließend findet ein 6 monatiges Pratikum im gastronomischen Bereich statt und am Ende des Jahres werden die Abschlussprüfungen geschrieben.

Im momentanen Kurs befinden sich 17 Schülerinnen. Es unterrichten sechs Lehrerinnen in der Nursery- und Primaryschool und drei im Skills Training Centre. Davon sind insegesamt drei Schwestern.
Bei meiner Arbeit sitze ich im Büro der Schulleiterin und erledige diverse Schreibarbeit wie z.B. das Abtippen von Tests für die Schüler, das Verfassen von Briefen, aber auch Botengänge bei denen ich zum Beispiel Erledigungen in der Stadt zu machen habe. Ich arbeite zudem sehr oft mit dem „Catering Kurs“ zusammen. Hierbei führe ich auch Klausuraufsicht oder gebe Computerunterricht. Außerdem  kocht der Catering Kurs jeden Dienstag gemeinsam, da ein Teil der Abschlussprüfung einen praktischen Kochteil beinhaltet und sie außerdem am Ende des Schuljahres ein Kochbuch erstellen müssen, mit allen Gerichten die sie bisher zubereitet haben. Da ich selbst ein begeisterter Hobbykoch bin macht es mir immer viel Spaß, gemeinsam mit den 17 Mädels und Schwester Florence, meiner Chefin, zu kochen.
In St. Martha werde ich bis Ende Juni bleiben, wobei ich, wenn alles klappt, zusätzlich Teilzeit in der EDV-Abteilung der Diözese arbeiten kann, worüber ich mich wirklich sehr freuen würde.

Alles in allem kann ich definitiv sagen, dass die Arbeit hier sehr abwechslungsreich ist und mir wirklich Spaß macht! Ich bin sehr glücklich über jede einzelne gemachte Erfahrung und ich freue mich sehr, dass ich eine derartige Akzeptanz in diesem Land erfahre! Ich fühle mich mittlerweile als Teil der sambischen Gesellschaft und werde von sehr vielen Leuten nicht mehr als der Weiße „Muzungu“ abgestempelt.




Mein neuer Arbeitsplatz


Auf der linken Seite das Skills Training Centre. Im selben Ge-
bäude befindet sich auch mein Büro.
Das Gebäude der Nursery & Primary School




Die Küche




Grade 1

Grade 2

Reception Class

Baby Class

Middle Class

Nachmittags dann das Warten auf die Eltern...


Mein Schreibtisch


Fleißiges Schnippeln während der Kochprüfung

Auch Chefkoch Musonda legt Hand an....




Die strengen Blicke der Lehrerin nach der Prüfung



Eine volle Küche (Links: Sr. Florence Simwela, meine Chefin)

Eines der drei köstlichen Menüs



Der Moment der Wahrheit






Sonntag, 30. März 2014

Meine erste sambische Hochzeit

Vergangenes Wochenende nahm Mum mich und meine zwei Gastbrüder mit nach Lusaka, da sie dort auf der Hochzeit der Tochter, der Schwester, einer Freundin von ihr eingeladen war.
Bei dieser Gelegenheit besuchten wir auch noch diverse Verwandte. Da meine Gastfamilie ursprünglich aus Lusaka stammt, wohnen dort die meisten der Angehörigen. Es war wirklich toll mal wieder meine ganzen Cousins wiederzusehen. Es ist immer wieder erstaunlich wie sehr meine Familie mittlerweile doch gewachsen ist…
Die Hochzeit an sich bestand aus einem Gottesdienst am Mittag, gefolgt von einem Abendessen. An sich war die Messe doch sehr europäisch und nicht sonderlich exotisch. Am Abend waren dann doch deutliche Unterschiede im Vergleich zu unserer Art von Hochzeiten festzustellen. Es wurde bespielsweise bis auf einmal ganz kurz überhaupt kein klassischer Gesselschaftstanz getanzt, sondern nur African Style. Zudem gab es eine Tanzdarbietung einer traditionellen Tanzgruppe und alles in allem war die Feier vor Mitternacht zu Ende.

Es war ein großartiges Wochenende und wir hatten jede Menge Spaß! 







Meine Besten!

Der abendliche Empfang

Mum und ihre Schwester


Ein kleiner Teil der traditionellen Tanzgruppe


Freitag, 28. Februar 2014

Hellau!!

Ein sehr trauriger Aspekt meiner Abwesenheit während dieses Jahres ist selbstverständlich die Tatsache, dass ich als leidenschaftlicher Fassenachter dieses Jahr nicht dabei sein konnte. Ich habe trotzdem versucht durch ein paar heimische Accessoires aus der Ferne dabei zu sein.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Familienbesuch

Am 6. Februar war es nach einem halben Jahr endlich wieder so weit – ich sah meine Familie wieder. Es war ein sehr komisches Gefühl, als sie aus dem Flughafengebäude hinaustraten. Es fühlte sich sehr unecht an und es dauerte ein wenig bis ich begriff, dass meine Familie nun auch in Sambia war.
Es war sehr schön endlich mal wieder mit der deutschen Familie zusammen zu sein und wir hatten eine wundervolle Zeit. Ich wollte ihnen so viel wie nur möglich zeigen und sie am besten allen meinen Freunde und Verwandten vorstellen. Schnell erkannte ich, dass diese zwei Wochen dafür nicht ausreichen würden und ich musste ein sehr straffes Programm erstellen, um ihnen doch die wichtigsten Dinge zeigen zu können. Die Hauptprogrammpunkte waren u.a. ein Treffen mit dem Bischof, Johannes an seiner Arbeitsstelle „Radio Icengelo“ zu besuchen, meine erste Arbeiststelle „Barefoot“ besuchen, ihnen ein klassisches sambisches Slum zeigen oder einen typisch sambischen Gottesdienst auf Bemba feiern. Das sicherlich beeindruckenste war unser „Familientreffen“, bei dem sich alle Familienangehörigen beschnupperten und kennenlernten.  Als all diese Programmpunkte abgehakt waren fuhren wir selbstverständlich nach Livingstone, wo man mich mittlerweile schon sehr gut kennt und ich zeigte meiner Familie die Viktoriafälle, die ich zu diesem Zeitpunkt das erste Mal mit viel Wasser zu sehen bekam. Außerdem unternahmen wir noch eine Safari im „Chobe Nationalpark“ in Botswana, welche wirklich ein voller Erfolg war! Ein großer Moment für meinen Vater ereignete sich am letzten Sonntag des Aufenthalts in Sambia, als er vom Chorleiter der Cathedral während der Messe gebeten wurde, den Gospelchor beim Schlusslied zu dirigieren.
Wie bereits erwähnt waren alle Beteiligten sehr erfreut über diesen Besuch, welcher leider natürlich extrem schnell vorbei war, aber dennoch ewig währende Erinnerungen hinterlassen hat.

Ich könnte jetzt noch ewig weiterschreiben, aber ich denke mir immer ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, deshalb werde ich jetzt einfach ein paar Impressionen hochladen…


Herzlich willkommen in Sambia!





Das Leherkollegium von Barefoot und ich
Mein Papa beim Interview bei Radio Icengelo in Kitwe

Familie No. 1: Kolb/ Zulu
Familie No. 2: Kolb/ Makasa

Dinge die ich vermisst habe.....










Ein Mais-Update aus dem Garten meiner Gastfamilie

Ende Dezember 2013



Anfang Februar 2014






Barefoot

Beim Brei austeilen...




Alle machen Fotos, da will ich auch mal fotografieren!





Bissje Wasser...










In der Schlange zum Bungee-Jump






Safari in Botswana





Nilpferde












Mutter mit Kind
















Löwenbabies!

Der weltbeste Guide!




Der klassische Urlaubersonnenbrand


Eine Sehr ermüdende Busfahrt...

Aber dennoch wird noch fleißig eine
Lektüre für die Schule gelesen

Kochen am sambischen Herd


Barbecue in Nsobe

Eine Abschiedsfeier im kleinen Kreis